7 Wochen später…

Am Anfang habe ich es geahnt. Dass dieser Blog kein Blog werden würde. 7 Wochen Abstinenz geht halt echt gar nicht. Aber ich habe wenigstens einen Grund. Nach Karneval standen Klausuren auf dem Programm. Ich war in Berlin, im „Urlaub“, wie es so schön im Team-Meeting angekündigt wurde und hatte alles andere als frei. Klausuren schreiben, ohne in der Uni gewesen zu sein – eine Freude der besonderen Art. Aber lassen wir das! Bleiben wir lieber in der Gegenwart.

Letztes Wochenende hätte ich noch von Frühling berichten können. Und ich tue jetzt einfach mal so, als würde es draußen nicht schneien… So wie vorgestern auch schon. Ein Taxifahrer sagte mir mal, dass das in Köln so ungefähr alle 10 Jahre mal vorkommt. Damit hat er sicherlich auch übertrieben. Aber Susi hat gestern aus dem Reiseführer vorgelesen, dass Köln tatsächlich „mediterranes“ Klima hat! Trotzdem sieht es draußen eher nach Weihnachten als nach Ostern aus. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende nach hause fahren. Doch durch bestimmte Umstände bin ich nun doch hier. Den Ostersonntag verbrachte ich mit einer würdigen Büro-Ersatz-Familie. Susi und Phil. Nach selbstgebackenem Kuchen von Susi (gaaaanz lecker) und Baileys mit nem Schuss Kaffee, der mir von Phil eingeflößt wurde, gab es einen Osterspaziergang mit Händen hinterm Rücken verschränkt am Aachener Weiher. Sonne, rollerbladende Kinder (auf Kies!!) und um die Wette schaukeln mit Susi… Herrlich! Nach kurzem Auskurieren der Erschöpfung musste dann wieder für Nahrung gesorgt werden. Schweren Herzens konnten wir uns wieder aufraffen und zu einem Thai-Imbiss schleppen. Dann wurde noch der klassische Prosecco geöffnet und andere alkoholische Reste entsorgt. Gegen 1 Uhr liesen wir Susi dann endlich schlafen und begaben uns in die feindliche Welt, um mal wieder ein paar Kölner Schnapsleichen bewundern zu dürfen und auf den willkürlichen Fahrplan der KVB zu hoffen.

Letztes Wochenende sah das noch ganz anders aus. Da traf ich mich tatsächlich mit Philipp (der aufmerksame Leser erkennt den Unterschied) am Rudolfplatz zum traditionellen Kaffee, um im strahlenden Sonnenschein auf die Schäl Sick zu fahren und dort gepflegt in der Sonne zu sitzen, die Altstadt zu betrachten und über das Leben, Mütter und Erdbeeren zu philosophieren. Auch darauf folgte ein Riesenspaziergang zurück. Über die Deutzer Brücke waren wir gekommen (mit der Bahn) und nahmen auch gleich die Hohenzollernbrücke (die nächste), um wieder Richtung Altstadt zu laufen.

So und jetzt werde ich nach diesem unheimlich verschneiten Tag noch weiter diplomarbeiten und hoffen, dass ich die 3 Kapitel, die diese Woche noch auf meiner To do-Liste stehen, wenigstens noch anfange… :-)

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